Samstag, 15. Oktober 2011

Dinge verändern, Probleme lösen

Das November-Heft von Psychologie Heute enthält gleich zwei Rezensionen von mir, und zwar von Büchern, die ich sehr empfehlen kann, weil ich aus ihnen wirklich Neues gelernt habe.

1. Veränderungen: Eingefahrene Wege verlassen. Switch von Chip und Dan Heath. Meine Besprechung beginnt so:
Als Jerry Sternin von der Organisation Save the Children in Vietnam ankommt, steht er vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe: Er soll die weitverbreitete Mangelernährung bei Kindern bekämpfen – mit einem winzigen Mitarbeiterstab und kärglichen finanziellen Mitteln. Und dafür stehen ihm gerade einmal sechs Monate zur Verfügung. Wie Sternin trotz allem sein Ziel erreichte, beschreiben Chip und Dan Heath in ihrem Buch Switch.
Den Rest des Artikels können Sie hier lesen (auf der Seite nach unten bis zur Rezension scrollen).

2. Problemlösen: Warum häufig nur Umwege zum Ziel führen. Obliquity – Die Kunst des Umwegs von John Kay. Dieses Buch hat mich besonders beeindruckt und in gewissem Umfang meine Sicht- und Denkweise geändert. Hier der Anfang der Rezension:
„Die reichsten Menschen sind nicht die geldgierigsten“, schreibt John Kay in seinem Buch Obliquity. Der britische Wirtschaftsprofessor schildert Beispiel um Beispiel, wie die Fixierung auf Shareholder-Value und gigantische Prämien für Vorstandschefs Firmen in den Ruin getrieben haben. Das Wort obliquity bedeutet Schräge, auch Verirrung. Bei Kay steht es jedoch für indirekte Vorgehensweisen. Denn für gerade Wege, so sein Credo, ist die Welt zu komplex, und einfache, geradlinige Maßnahmen eignen sich nicht zur Lösung komplizierter Probleme.
Auf der Website des Psychologie Heute-Shops finden Sie die ganze Besprechung.

Zum Schluss noch ein Hinweis: In wenigen Tagen erscheint das November-Heft von bild der wissenschaft. Darin finden Sie u. a. meinen Artikel PROBLEMKINDER MIT POTENZIAL. Hier die Ankündigung:
Einmal Rabauke – immer Rabauke? Von wegen. In einer förderlichen Umgebung können schwierige Kinder aufblühen und sogar viel weniger Probleme haben als die Mehrzahl ihrer Altersgenossen. Forscher sind überzeugt, Gene identifiziert zu haben, die deren Träger grund sätzlich sensibler für Umweltreize machen – und das im Schlechten wie im Guten.
Ein wirklich faszinierendes Thema und ich habe bei der Recherche einiges erfahren, das ich noch nicht wusste und das der landläufigen Meinung über Risikogene und Risikokindern widerspricht.
 
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